Frage: Was ist der „Karma-Deal“?


Antwort: Die Kosten für die #dclassconference belaufen sich auf ca. 20.000,-- Euro. Der Eintritt zur #dclassconference kostet 490,-- Euro. Wenn also 40 Menschen ein Ticket buchen, sind wir vollends glücklich.
 
Es ist eine Not-For-Profit Veranstaltung. Warum ist der Eintritt so hoch? 
 
Wir wollen den Besuchern ein schönes Ambiente verschaffen und eine gute Stimmung herstellen, in der Freundschaften und tolle Gespräche stattfinden können. Hierzu braucht es auch etwas Catering und Getränke. Wir wollen Speakers von außerhalb eine bequeme Reise und eine gute Unterkunft ermöglichen, wo sie mit ihrer Familie eine schöne Zeit in Berlin verbringen können. Auch den Speakern soll es gut gehen, denn auch sie bekommen kein Honorar.
Wir brauchen ca. 20.000,-- Euro, um die Kosten der zweitägigen Konferenz zu stemmen.
Wenn also 40 Gäste zahlen, ist die Konferenz finanziert. Wir erwarten über 400 Gäste.
Es ist vollkommen erwünscht, dass so viele wie möglich einen Karma-Deal abschließen.
Denn uns ist es wichtiger, gutes Karma zu produzieren als einen Gewinn. Gewinn ist übrigens von vornherein ausgeschlossen, weil die Sponsorentickets limitiert sind.
Möchtest Du auch einen Karma-Deal? Dann schau hier in die Helferliste und übernimm eine Aufgabe. Für Karma-Dealer ist die Veranstaltung kostenfrei.
 
Bitte schreibe eine E-Mail an info@dclass.de damit wir alles mit dir besprechen können.
 
Karma-Deal
Wer wenig Geld hat, darf nicht ausgeschlossen werden. Deshalb gibt es Karma-Deals. 
Diese geben dem Teilnehmer die Möglichkeit, sich anstelle von Geld mit einer anderen Leistung einzubringen. Das können Aushilfstätigkeiten sein wie Hilfe bei der Organisation, in der Nachbereitung, bei der Werbung (Grafik, texten) oder beim Erstellen eines Skriptes (z.B. das Buch "#dclassconference-Crowdbook"). Das können kreative Leistungen sein wie das Beisteuern eines Vortrages beim Bar Camp Day.
 
Das startnext Lab zum Beispiel bietet bei einigen ihrer Workshops Karma-Deals an, die keine vorgeschriebene Leistung als Bedingung setzen, sondern den Teilnehmern die Möglichkeit geben sich so einzubringen wie sie es am besten können.
Das kann zum Beispiel sein, dass man über den Workshop schreibt oder einfach nur das Wissen weiterträgt in die eigenen Kreise (zum Beispiel über ein eigenes Blog).
 
Ein Karma-Deal ist kein knallhart verhandelter Tauschhandel, wo die Tauschenden auf den eigenen Vorteil bedacht sind. Hinter der Idee des Karma-Deals steht die Überzeugung, dass Preise (zum Beispiel für eine Veranstaltung) nicht wirklich gerecht sind (Manche arbeiten wochenlang um die Teilnahmegebühr aufzubringen, andere haben geerbt und mussten keinen Aufwand aufbringen). Außerdem sind Karma-Deal-Anbieter davon überzeugt, dass Vertrauen mehr Unterstützungsbereitschaft freisetzt als Erwartungsdruck.
 
Deshalb werden viele Karma-Deals bewusst nicht kontrolliert. Karma-Deals sind beliebte Motivationswerkzeuge bei Nonprofit-Veranstaltungen. Hinter dem Karma-Deal steht die Vision, dass es neben dem Euro noch andere Währungen geben sollte, weil der Wert einer Sache oder Dienstleistung nur unzureichend gewertschätzt werden kann, wenn sie lediglich mit Euro zu erwerben ist. Stell Dir vor, Du könntest die neue Ikeaküche bei IKEA oder die Bahncard 100 bei der Bahn auch mit Karma zahlen. Das würde die Kultur des Ehrenamts beflügeln.
 
Fünf Beispiele für sinnvolle Karma Deals:
 
1. re:publica
BesucherInnen der re:publica Konferenz (die größte Blogger-Messe Europas) konnten anstelle des Eintrittgeldes (590 Euro) mit Karma bezahlen: d.h. einen Tag lang aushelfen oder einen Vortrag beisteuern (Quelle: http://re-publica.de/faq-top/1/24#n80)
 
2. Guggenheim Lab
2012 konnten Workshopteilnehmer in einem Guggenheim Workshop ein Haus im Materialwert von 250 Euro bauen und mit nach Hause nehmen. Wer das Geld nicht hat, konnte einen Karma-Deal buchen. Das heißt, der Teilnehmer baute ein Haus und stellt das Haus dem Guggenheim kostenfrei für einige Wochen zur Verfügung, damit darin Guggenheim-Künstler übernachten können. http://www.eventbrite.com/e/one-sqm-house-workshop-tickets-3563393205
 
3. betahaus
Das betahaus vermietet Arbeitsplätze. Wer in der Verwaltung aushilft, bekommt die Arbeitsplätze kostenfrei.
 
4. Eine Stunde Input für eine Stunde Output
Vor 30 Mitarbeiterinnen der Werbeagentur diffferent hat Van Bo Le-Mentzel einen einstündigen Vortrag zum Thema Crowdfunding gehalten. Der Karma-Deal: Kein Honorar, sondern eine Stunde geballte Agenturleistung gleich im Anschluss an den Vortrag, um Le-Mentzels neuestes Projekt One-Sqm-House bekannter zu machen. In nur 60 Minuten hat das Publikum Kampagnen konzipiert, gebaut UND (!) umgesetzt.
 
5. Schuhe eintüten statt bezahlen
Wer Karma Chakhs Schuhe mitproduzieren wollte, konnte entweder Geld einbringen (69 Euro) oder einen Karma-Deal buchen, zum Beispiel bei der Packaging Party beim Verpacken mithelfen. Die Stimmung bei der Packaging Party war erstaunlich gut, obwohl das Einpacken eine recht eintönige Tätigkeit ist. Das hat was mit dem Vertrauen und der Freiwilligkeit zu tun, die mit dem Karma-Deal einhergeht.
 
Probier es aus und gib Deinen Kunden und Partnern die Möglichkeit mit Karma zu bezahlen. Ich berate Dich gern dabe,
Dein Van Bo
Letzte Änderung:
13.02.2015 19:05
Verfasser:
Oliver Pritzkow
Revision:
1.1
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